Abschlussarbeiten an der Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach

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Vorbereitung der Abschlussarbeiten, kombiniert mit verschiedenen Optimierungen

Seit der Inbetriebnahme der Glattalbahn-Linie 12 Mitte Dezember 2010 lässt sich feststellen, wie sich die neu gestaltete Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach im Alltag bewährt. Aufgrund verschiedener Beobachtungen sowie Rückmeldungen von Benutzerinnen und Benutzern wurde inzwischen in einzelnen Bereichen Verbesserungspotenzial festgestellt. Dies betrifft hauptsächlich die Orientierung auf der Gesamtanlage sowie den Witterungsschutz. Aufgrund einer Analyse hat der Lenkungsausschuss des Projekts Glattalbahn nun entsprechende Ergänzungs- und Optimierungsmassnahmen beschlossen. Diese können im Rahmen der noch laufenden Fertigstellungsarbeiten umgesetzt werden und sind bis Mitte 2011 abgeschlossen.


Die neu gestaltete Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach ist am 12. Dezember 2010 termingerecht zur Eröffnung der neuen Glattalbahn-Linie 12 dem Verkehr übergeben worden. Das neue Verkehrs-, Infrastruktur- und Dienstleistungsangebot wird ausgesprochen gut genutzt und der Betrieb der Drehscheibe verläuft praktisch durchgehend stabil. Die Vernetzung des öffentlichen Verkehrsangebots (S-Bahn, Tram, Glattalbahn, Busse) bezüglich Fahrplan und Umsteigezeiten ist weitestgehend gewährleistet. Aufgrund vertiefter Prüfung der Abläufe und verschiedener Kundenreaktionen mussten jedoch gewisse Einschränkungen festgestellt werden. Teilweise waren diese darauf zurückzuführen, dass die Bauarbeiten zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme noch nicht abgeschlossen waren. Zudem mussten sich einerseits die Benutzerinnen und Benutzer an die neue Situation gewöhnen, andererseits führten die neuen Anlagen auch bei den Betriebs- und Unterhaltsverantwortlichen zu Abläufen, die sich erst einspielen mussten.

Die zurzeit noch laufenden Fertigstellungsarbeiten betreffen Anlageteile, die nicht zwingend für die Betriebsaufnahme notwendig waren. Diese Arbeiten mussten zurückgestellt werden, da sie aufgrund der verzögerten Kreditbeschlüsse zeitlich nicht mehr bis zur Inbetriebnahme realisiert werden konnten. Zu diesen Arbeiten gehören der Bau des Shop-/Kioskgebäudes, Teile der Signaletik, die Ausrüstung der Wartebereiche mit Windschutzelementen, Sitz- und Stehsitzgelegenheiten, Teile der Deckbeläge und Teile der Bepflanzung. Der festgestellte Optimierungsbedarf betrifft teilweise diese Bereiche, so dass Anpassungen nun im Zusammenhang mit den noch pendenten Arbeiten ausgeführt werden können.

Das Shop-/Kioskgebäude steht ab Mitte April 2011 vollständig zur Verfügung. Die Wegweisung und Orientierungshilfen werden im Zentrum der Plattform und beim Südaufgang ergänzt. Die geplanten Möblierungselemente auf den Haltekanten werden als Windschutzinseln ausgebaut und ihre Anzahl wird erhöht. Die Grünbereiche sind angesät. Südlich des Shop-/Kioskgebäudes wird in den nächsten Wochen ausserdem ein Baum gepflanzt. Gesetzt sind zudem bereits 10'000 Tulpen-, Krokus- und Narzissenzwiebeln, weitere Bepflanzungen folgen. Bis die Pflanzen jedoch ihre optische Wirkung entfalten, sind mindestens eine, teilweise auch mehrere Vegetationsperioden abzuwarten.

Das realisierte Bauprojekt basiert auf einem nachhaltigen und zukunftsfähigen Lösungsansatz. Es liegt in einem sich dynamisch entwickelnden Gebiet, in welchem mit wachsendem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist. Um das Fahrgastaufkommen auch in Zukunft bewältigen und die gesetzlichen Vorgaben der Behindertengleichstellung erfüllen zu können, war es notwendig, die verschiedenen Verkehrsträger zu entflechten. Diese räumlich grossflächigere Gestaltung führt für die heute schon täglich 20'000 Personen zu längeren Umsteigewegen. Die grosszügige Ausgestaltung der Verkehrsdrehscheibe berücksichtigt zudem die heute bekannten Entwicklungsoptionen. Namentlich die Ränder sind so konzipiert, dass nahtlose Übergänge zu den Siedlungsentwicklungsprojekten möglich sind, und zwar zum Mattenhofquartier (Stadt Zürich) wie auch zum Hochbord (Stadt Dübendorf). Im Innern der Tram-/Glattalbahn-Wendeschlaufe ist zudem Raum für eine allfällige Talstation der Seilbahn zum Zoo ausgespart. Die Gestaltung trägt weiterhin dem aus raumplanerischer Sicht besonderen Standort in einem erhaltenswerten grünen Korridor zwischen den Städten Zürich und Dübendorf Rechnung. Die Verkehrsdrehscheibe wurde in einem kooperativen Prozess entwickelt, in welchen neben den Mobilitätsanbietern Zürcher Verkehrsverbund ZVV, SBB, Verkehrsbetriebe Zürich VBZ und VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG auch die Standortstädte Zürich und Dübendorf mitgewirkt haben. Unter Federführung der Gesamtprojektleitung Glattalbahn begleitete ein Lenkungsausschuss mit Vertretern dieser Organisationen die Projektierung und Realisierung des Vorhabens.

Mit den geplanten Optimierungen und Abschlussarbeiten kann die aktuelle Situation betreffend Orientierung auf der Gesamtanlage sowie der Witterungsschutz verbessert und damit den Kundenanliegen entsprochen werden. Selbstverständlich werden Betrieb und Unterhalt der Verkehrsdrehscheibe Bahnhof Stettbach weiterhin systematisch beobachtet. Dies mit dem Ziel, festgestellte und allenfalls neu auftretende Mängel rasch, effizient und im Sinne einer hohen Servicequalität zu beheben.



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