Nein zum revidierten Epidemiengesetz

Noch keine Bewertungen vorhanden
print Druckansicht
mail Artikel versenden
Share |


Leserbrief von Dr. med. Angelo Cannova, Kinderarzt, Zürich-Seebach
Ich bin ein überzeugter Impfbefürworter und setzte mich als Kinderarzt täglich dafür ein, dass die Kinder adäquat geimpft werden. Ich informiere die Eltern und die Kinder eingehend über den Nutzen der Impfungen und kläre deren Fragen.

Damit hat das total revidierte Epidemiengesetz (rEpG) wenig zu tun. Dieses geplante Gesetz strotzt von Geboten und Verboten – ein Nutzen für die Bevölkerung resultiert daraus nicht.


Ich nenne einige Gesetzestexte, um dies zu verdeutlichen:

  • Art.5 u. 19 c Nationale Programme:

 Dadurch schafft man die Rechtsgrundlage für Einführung von „Sexualerziehung“ bzw. Sexualisierung der Kinder ab 4 Jahren im Kindergarten, z.B. im Rahmen eines Pseudo-HIV-Prävention-Programms mit Plüschvagina, Holzpenis und Videos (den sogenannten Sex-Box). In Basel ist so ein Programm im Gang. Wegen starkem Protest der Bevölkerung mit Einreichung einer Petition mit fast 200 000 Unterschriften, wurde der Sex-Box in Basel vorläufig zurückgezogen. Das Programm geht aber weiter. Das rEpG würde so ein Programm mit Plüschvagina etc. auf legalem Weg erlauben. Die Eltern hätten dabei keine Dispensmöglichkeit oder andere legalen Mittel, um sich dagegen zu wehren. Sie wären völlig dem Willkür der Behörden ausgeliefert.

  • Art. 19, 21, 22: Obligatorische Impfungen: Massiver Eingriff in die persönliche Freiheit.
  • Art. 6; 1 b Erstmals erhielte die WHO eine gesetzlich verankerte Entscheidungsbefugnis in der Schweiz.
  • Art. 5 u. 8 Das BAG könnte den Kantonen Massnahmen für einen einheitlichen Vollzug vorschreiben.
  • Art. 59, 60 u. 62 Das BAG sammelt Personendaten, einschliesslich Daten über die Gesundheit und kann/muss diese auch an ausländische Organisationen schicken. In Zürich heisst ein solcher Staat „Schnüffelstaat“.

Es gibt bereits ein gutes funktionierendes Epidemiengesetz, das im Ernstfall, die Bevölkerung adäquat mit Impfungen versorgen kann. Falls notwendig haben Bundesrat und Parlament das Recht, die Pflicht und die Fähigkeit, zügig das aktuelle Epidemiengesetz zu ergänzen und an die jeweilige Situation anzupassen.

Das rEpG ist ein Wolf in Schafspelz. Für Prävention, Impfungen und gute Organisation im Ernstfall braucht es das neue Gesetz nicht.

Im geplanten Gesetz geht es um mehr als um Impfungen und Prävention. Es geht vor allem, wie die oben aufgeführten Gesetzesartikeln zeigen, um einen Angriff auf die direkte Demokratie (Art.4) und einen Eingriff in die Freiheit der Bürger. Die Kompetenz der Eltern und im weitesten Sinne der Schutz unserer kleinen Kinder würden massiv eingeschränkt (Art. 5 u. 19 c).



Kommentare

Masernwelle hat es gezeigt

Der Effekt, dass viele Eltern ihre Kinder nicht mehr impfen hat sich bei der letzten Masernwelle gezeigt. Von daher gesehen, ist der Entscheid ob ich mein Kind impfe oder nicht, nicht nur ein persönlicher. Wenn mein ungeimpftes Kind zu einer Epidemie beiträgt, habe ich auch eine Verantwortung für mein Umfeld.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <img> <p> <br>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

By submitting this form, you accept the Mollom privacy policy.

Anzeige

Stichworte: Abstimmung, Leserbrief, Politik

Heute

Zürich-Nord

Klarer Himmel
  • Klarer Himmel
  • Temperatur: 10 °C
Berichtet am:
19. Oktober 2017 - 23:20

Publireportage

Pilates- & RückenFitness Kurse in Rümlang

 

Bewegung fördert geistiges und körperliches Wohlbefinden. Es ist unser Ziel, Ihr persönliches Wohlbefinden zu steigern! Profitieren Sie von unseren gut ausgebildeten Instruktorinnen und den zahlreichen Angeboten! Wir freuen uns auf Sie!

Gym & Aquacise Gmbh

Unterschriften sammeln