Sat, 19.05.2012
Ein Glücksdrache - Ergebnis des Projektwettbewerbs für neue Schulanlage Blumenfeld
«Fuchur» heisst das Siegerprojekt des Teams agps architecture aus Zürich - wie der Glücksdrache in der «Unendlichen Geschichte». Das Quartier Ruggächer ist rasch gewachsen, eine neue Schulanlage mit Dreifachturnhalle nötig. Wenn alles nach Plan läuft, werden die Kinder anfangs Schuljahr 2015/16 ihr neues Schulhaus beziehen.
Der Projektwettbewerb im selektiven Verfahren für die dringend benötigte Schulanlage Blumenfeld in Zürich-Affoltern ist entschieden. 15 Teams bestehend aus Fachleuten der Bereiche Architektur, Landschaftsarchitektur, Bauingenieurwesen und Gebäudetechnik haben Projektvorschläge für die neue Schulanlage mit Dreifachturnhalle ausgearbeitet. Das Team von agps architecture, Zürich, hat sich mit seinem Projektvorschlag «Fuchur» als Sieger durchgesetzt. Die Anforderungen an die Teilnehmenden waren hoch. Stadtrat André Odermatt ist die Qualitätssicherung städtischer Bauten wichtig: «Die Stadt verlangt von ihren Bauten hohe städtebauliche und architektonische Qualität – und zugleich sollen natürlich auch Funktionalität, Kostenbewusstsein und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Mit diesem Projekt wird das Quartier ein Schulhaus mit hoher Qualität und moderner Funktionalität erhalten.»
Bis zum Schuljahresbeginn 2015/16 soll auf dem Areal Blumenfeld im Quartier Ruggächer in einer ersten Etappe eine neue Schulanlage für rund 440 SchülerInnen zwischen vier bis dreizehn Jahren entstehen, die später je nach Bedarf in einer zweiten Etappe erweiterbar ist. Der Druck auf die bestehenden Schulen Holderbach, Im Isengrid sowie die heute auf dem Areal bestehende Pavillonschule Ruggächer ist zu gross, als dass diese die grosse Zahl an neu zugezogenen Kindern aufnehmen könnte. Die räumliche Situation ist schon heute knapp und der Schulbetrieb durch die verschiedenen Standorte bzw. die oft fehlende Schulinfrastruktur erschwert. Mit der neuen Schulanlage kann auch dem Bedürfnis und den pädagogischen Ansprüchen nach einem neuen, zeitgemässen Schulbetrieb mit integrativem Unterricht entsprochen werden. Eine hohe Flexibilität im Ausbau der Räumlichkeiten ist dabei zentral, so dass die pädagogischen Entwicklungen und Nutzungsverschiebungen aufgefangen werden können. Die Schulanlage Blumenfeld wird durch ihr Angebot auch dem Quartier für Veranstaltungen offenstehen. Teil der Schulanlage sind Räumlichkeiten für die Jugendmusikschule Zürich, ein Mehrzwecksaal sowie eine Dreifachturnhalle. Auch bietet der Aussenraum der Schulanlage eine angemessene Qualität fürs Quartier, wobei auf die Durchlässigkeit der Anlage grosser Wert gelegt wurde. «Ich freue mich sehr, dass das Quartier Affoltern nun endlich ein neues Schulhaus erhält», so Stadtrat Gerold Lauber, Vorsteher des Schul- und Sportdepartements. «Ich bin überzeugt, dass das Blumenfeld für die Quartierbildung und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Lebensraum künftig eine tragende Rolle spielen wird.»
Das Team von agps architecture aus Zürich hat mit seinem Vorschlag «Fuchur» das Preisgericht überzeugen können. Die Schule der Zukunft passt sich gut in die Umgebung ein, sie schafft gleichzeitig abwechslungsreiche Aussenräume und Durchgänge für die Schülerinnen und Schüler sowie die Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers. Seine grosse Stärke beweist das Projekt auch im Innern. Einfach, übersichtlich und doch von räumlicher Vielfalt und Flexibilität präsentiert sich die innere Organisation. Sowohl Korridore und Gänge können flexibel genutzt werden als auch die Bildung von Raumclustern ist möglich. Genügend Lichthöfe sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre im Gebäude. Auch im Bereich der Kosten liegt dieses Projekt innerhalb der Zielvorgaben. «Das sehr umfangreiche Raumprogramm in zwei Etappen für ein zukunftsfähiges Schulraumgerüst zu entwickeln, welches städtebaulich trägt und erst noch kostengünstig und ökologisch nachhaltig ist, war eine grosse Herausforderung für die Teilnehmenden», fasst Ursula Müller, Stv. Direktorin Amt für Hochbauten und Vorsitzende des Preisgerichts treffend zusammen. Die Zielkosten von 71 Mio. Franken für die erste Etappe (exkl. Reserven und Altlasten) wurden von allen Projekten eingehalten.
Kosten und Termine
Gemäss Grobkostenschätzung werden die Anlagekosten für die erste Etappe rund 82 Mio. Franken (inkl. Reserven) betragen. Hinzu kommen die Kosten für die Altlasten (rund fünf Mio. Franken, exkl. Reserven) und für den aufgrund der Zonenänderung notwendigen Übertrag vom Finanz- ins Verwaltungsvermögen (rund zwölf Mio. Franken). Über die Objektkreditvorlage wird im Frühjahr/Sommer 2012 im Stadt- bzw. Gemeinderat befunden. Das Volk wird im Herbst 2012 über diesen Kredit abstimmen können.
Hinweis Wettbewerbsausstellung:
Sämtliche Projekte sind von Mittwoch, 23. März, bis Sonntag, 3. April 2011, im Ausstellungsraum des Amts für Hochbauten Tramonthalle, Robert-Maillart-Strasse 18, 8050 Zürich-Oerlikon zu sehen.
Öffnungszeiten: Montag-Freitag 16.00-20.00 Uhr, Samstag/Sonntag 14.00-18.00 Uhr.
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Fuchur
Fuchur ist ein wunderschöner, höchst liebenswürdiger, glücksbringender Drache in Michael Endes "Unendlicher Geschichte" - ein echter Glücksdrache. Er hilft den beiden Helden der Geschichte - Atreju und Bastian - das Reich Phantasien vor dem grossen "Nichts" zu retten, indem sie einen neuen Namen für die sterbenskranke Herrscherin des Reiches, für die "Kindliche Kaiserin" finden ...
Fuchur - ein schöner Name für ein Schulhaus, der Name eines Glücksdrachens, der Name eines Wesens aus Phantasien - wie romantisch!
Allein: Wo bleiben Phantasie und Romantik? Wo bleiben die verspielten Wünsche, Träume und Hoffnungen der kleinen Menschen, die später täglich Stunde um Stunde in diesem Gebäude verbringen werden? Vielleicht ist es in dieser Phase der Planung zu früh, um nach Formen, Farben, Pflanzen, Überschaubarkeit, Nischen, behaglichen Rückzugsmöglichkeiten, einladenden Gemeinschaftsräumen und allem anderen zu fragen, was Kinderherzen höher schlagen lässt ... ich hoffe, diese Fragen werden gestellt und im Sinne der Kinder beantwortet, denn bislang waren die Vorgaben wenig kindgerecht - könnten auch Vorgaben für den "Prime Tower" gewesen sein ...
"Stadtrat André Odermatt ist die Qualitätssicherung städtischer Bauten wichtig: «Die Stadt verlangt von ihren Bauten hohe städtebauliche und architektonische Qualität – und zugleich sollen natürlich auch Funktionalität, Kostenbewusstsein und Nachhaltigkeit berücksichtigt werden. Mit diesem Projekt wird das Quartier ein Schulhaus mit hoher Qualität und moderner Funktionalität erhalten.»
Zweifelsohne - wir brauchen ein Schulhaus, aber brauchen wir dieses exorbitant teure, kühle Etwas aus Beton? Wir brauchen eine Turnhalle, aber muss sie im Boden versenkt werden? Woher kommt das Licht? Kinder brauchen Tageslicht! Nun ja und wo wir gerade dabei sind: wie wäre es mit einer eigenen Schulschwimmanlage - das Schulhaus "Im Isengrind" wird den Bedarf nicht dauerhaft decken können. Bewegung tut not und Bewegung macht glücklich ... die Jugendmusikschule erhält Räumlichkeiten, was ich toll finde, denn auch Musik macht glücklich, eine Mehrzweckhalle wird künftig vielleicht wieder das Stattfinden eines gemeinsamen Adventssingens ermöglichen - wie schön ... Fuchur hätte seine Freude daran ... hoffentlich werden auch unsere Kinder und damit wir unsere Freude daran haben!
also harren wir der Dinge, die da kommen ...
hochachtungsvoll, Karin Bucher
ps. ich kenne das Schulhaus "Im Birch" - es ist toll - aber karg ...
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