Sat, 19.05.2012
Ausbauvorhaben Bahnhof Oerlikon nimmt Gestalt an
Mit dem Bau der beiden Bahnhofplätze und der Quartierverbindung werden die nördlichen und südlichen Quartierteile gut an den Bahnhof Oerlikon angeschlossen. Die fortschreitende Gebietsentwicklung in Leutschenbach und der bevorstehende Bahnhofausbau machen die Verbesserung der Ostanbindung des Bahnhofs notwendiger denn je. Die Meinung vertritt Stadträtin Ruth Genner an der Quartierveranstaltung von heute, Donnerstag, im Swissôtel, an der über den Stand der Projekte informiert wird.
Bereits heute benützen rund 110 000 Personen täglich den Bahnhof Oerlikon. Für die nächsten Jahre wird ein Zuwachs von 30 Prozent prognostiziert. Der Bahnhof Oerlikon wird ausgebaut, um die notwendige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. In Zusammenarbeit mit der SBB und dem Kanton Zürich hat die Stadt Zürich im Jahr 2009 ein Entwicklungskonzept für den Bahnhof Oerlikon definiert. Dieses beinhaltet kurze Umsteigewege von Tram- und Bushaltestellen zu den Zügen, die Ausrichtung auf einen nördlichen und südlichen Bahnhofplatz, eine Verbindung zwischen Zentrum Oerlikon und Neu-Oerlikon sowie die bessere Anbindung des Quartiers Seebach, zu dem auch Leutschenbach gehört.
Die Projekte rund um den Bahnhof Oerlikon nehmen nun mehr und mehr Gestalt an. Die SBB beginnt 2011 mit der Erweiterung des Bahnhofs um zwei Gleise, und der Bahnhofplatz Süd wird vom Tiefbauamt der Stadt Zürich umgebaut. Der Bau der Quartierverbindung zwischen Zentrum Oerlikon und Neu-Oerlikon wird zusammen mit dem Ausbau der Personenunterführung auf Mitte 2012 projektiert. Nach den Hauptarbeiten für die Quartierverbindung und den Bahnhofsausbau der SBB wird voraussichtlich 2014 der nördliche Bahnhofplatz mit dem Namen Frisch-Platz entstehen.
Die bessere Anbindung des Bahnhofs im Osten, die sogenannte «Quartieranbindung Ost», wird in drei Etappen gebaut, wobei die erste Etappe mit der neuen SBB-Brücke für die Gleise 1 und 2 über die Schaffhauserstrasse bereits erstellt ist. Die zweite Etappe folgt bis 2015, zusammen mit der Bahnhofserweiterung um zwei Gleise. Die dritte Etappe soll bis 2018 umgesetzt werden. Da die drei Etappen räumlich, zeitlich und inhaltlich eng zusammenhängen und es günstiger kommt, einzelne Arbeiten für die dritte Etappe vorzuziehen, müssen die gesamten finanziellen Mittel von 110 Millionen Franken bereits in diesem Jahr gesichert werden. Deshalb stimmen die Stimmberechtigen am 28. November 2010 über die Krediterhöhung um 98,828 Mio. Franken ab.
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